Strompreis Kollaps und Phantomstrom – die Sinnlosigkeit von Subventionen

Was sind Subventionen?

Als Subventionen bezeichnet man einseitige finanzielle Förderungsmaßnahmen des Staates zugunsten der Wirtschaft, die nicht an eine unmittelbare Gegenleistung geknüpft sind. Sie dienen der Wirtschaftsförderung einzelner Branchen oder Bereiche.

Es wird unterschieden zwischen Finanzhilfen (direkte Subventionen; z.B. Zuschuss) und Steuervergünstigungen (indirekte Subventionen; z.B. ermäßigter Steuersatz, Steuerbefreiung).

Volkswirtschaftlich (Makro- und Mikroökonomisch) sind Subventionen in ihren verschiedensten Formen immer Markt beeinflussend und immer mit einem Netto-Wohlfahrtsverlust für eine Volkswirtschaft verbunden. Unter Bestimmten Voraussetzungen können Subventionen einem höherem Ziel dienen und sinnvoll sein:

  • Förderung des wirtschaftlichen Verhaltens (z.B. Starthilfe bei Unternehmensgründung)
  • Abmilderung sozialer Härten in bestimmten Wirtschaftszweigen (z.B. Subventionen für den Kohlebergbau)
  • Unterstützung bei Anpassungen an verändertes wirtschaftliches Umfeld (z.B. Hilfe beim Abbau zu hoher Kapazitäten)
  • Ausgleich regionaler Benachteiligungen (z.B. Hilfen für die neuen Länder)
  • Förderung des Produktivitätsfortschritts (z.B. Subventionen zur Entwicklung neuer Produktionsmethoden)

Probleme von Subventionen:

  • Selektions- und Lenkungsfunktion des Preises wird ausgeschaltet
  • daraus resultieren häufig katastrohphale Fehlentwicklungen mit großen unvorhersehbaren Einflüssen auf andere Märkte und Branchen
  • Innovationen werden gebremst

Subventionen im Bereich des Strommarkts (siehe Subventionsbericht der Bundesregierung):

  • 1 Mrd. für Steinkohle ?!?!?!
  • 1,7 Mrd. für Stromerzeugung
  • 650 Mio. für Energiesparförderung
  • 470 Mio. für effiziente Pumpen und Heizungen

Der Strommarkt:

Preise finden sich durch das Marktgleichgewicht. Das bedeutet, dass das Angebot eines Gutes so hoch ist wie die Nachfrage. Oder anders gesagt: eine weitere Einheit eines Gutes ist teurer zu produzieren als man dafür am Markt erlösen kann.

Auf den Strommarkt projeziert bedeutet das: das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt die Menge und den Preis des an der Börse gehandelten Stroms. Oder anders gesagt: der Preis für eine kWh wird dadurch bestimmt, dass eine weitere kWh teurer zu produzieren wäre als man dafür an der Börse an Erlös erzielen könnte.

Im Umkehrschluss bedeutet dass, das derjenige der am günstigsten eine kWh-Strom produzieren kann mit Sicherheit seinen Strom gewinnbringend verkaufen kann. Wird nun viel Strom verbraucht (das Angebot wird knapper) steigt somit auch zwangsläufig der Strompreis. Jetzt wird es zunehmends auch für Kraftwerke interessant ihren Strom zu erzeugen/verkaufen welche teurere Erzeugunskosten haben. Die Kosten der Erzeugung für eine kWh sind aber weitestgehend losgelöst von ihrem Einfluss auf die Umwelt (außer wenn Externe Effekte durch Zertifikathandel wirksam internalisiert sind). Effiziente Gaskraftwerke haben nämlich hohe Erzeugungskosten. Der Strom aus erneuerbaren Energien hat im Netz Vorrang und die Grenzkosten (die Kosten einer weiteren kWh) betragen 0. Daher führt eine hohe Menge an erneuerbaren Energie Stroms zu einem Preisverfall an den Börsen. Gleichzeitig steigt für den Verbraucher die EEG-Umlage und der Strompreis.

Wie kann das sein?

Bildergebnis für grenzkosten strompreis

Strompreis-Kollaps durch „Herwart“ offenbart Wahnsinn der Energiewende die Welt vom 31.10.2017

Grund ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die Marktkräfte systematisch ausschaltet. Jeder Produzent grünen Stroms darf unabhängig von der Nachfrage seine Kilowattstunden ins Netz einspeisen. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die Elektrizität zu einem festen Vergütungssatz abzunehmen und überschüssigen Strom an der Börse EEX zu vermarkten. Private Verbraucher haben nichts von den Minuspreisen beim Strom, sondern müssen mittelbar sogar noch draufzahlen.

Wenn die Preise an den Strombörsen negativ sind, erhöht sich die Differenz zwischen garantiertem Vergütungssatz und dem Marktpreis und damit der entsprechende Subventionsbetrag. Und dies wiederum führt zur steigenden Erneuerbaren-Energie-Umlage, kurz EEG-Umlage, die die Bundesbürger zahlen müssen. Erst in diesem Jahr ist die Gebühr auf den Rekordwert von 6,88 Cent je Kilowattstunde gestiegen.

Immer wenn Strom produziert wird, den niemand unmittelbar braucht, entwickelt der Markt das Phänomen der Negativpreise“, erklärt Tobias Struck, Leiter Energiespeicher beim norddeutschen Versorger Wemag. „Das liegt daran, dass es noch immer nicht genug Möglichkeiten gibt, überschüssige Energie zu speichern oder umzuwandeln.“

Bei jeder physischen Ware würde der Preis bei einer Überproduktion bis auf null fallen. Die überschüssigen Güter würden entsorgt werden. „Strom jedoch lässt sich nicht entsorgen. Er muss Abnehmer finden – um jeden Preis. Sogar für einen negativen“, sagt Struck.

Nachbarländer profitieren vom Negativpreis-Paradox

Seit 2012 kam es an 16 Tagen zu einem negativen Durchschnittspreis an der EEX, allein sieben Mal in den vergangenen beiden Jahren. Legt man Tagesschwankungen und nicht die Durchschnittsnotierungen zugrunde, drifteten die Preise deutlich häufiger ins Negative. „Für die Betreiber von konventionellen Kraftwerken lohnt es nicht, in Zeiten der Stromschwemme die Anlagen runterzufahren. Die zahlen lieber Minuspreise“, heißt es bei der EEX.

Profiteure dieses Negativpreis-Paradoxes sind regelmäßig die Nachbarländer der Bundesrepublik. „Sie nehmen unseren überschüssigen Strom gern ab und fahren gleichzeitig ihre eigenen Kraftwerke runter“, sagt Branchenexperte Struck. Vor allem in Ländern wie der Schweiz und Österreich funktioniert diese Methode prächtig. Betreiber von sogenannten Pumpspeicherbecken im Hochgebirge füllen mit dem deutschen Umsonst-Strom ihre Stauseen. Zum perfekten Geschäft wird diese Praxis dann, wenn der Strom aus diesen Kraftwerken später zu lukrativen Preisen nach Deutschland zurückverkauft wird.

Um derart absurde Entwicklungen zu beenden, fordern Energie-Experten den Einsatz alternativer Technologien. Viele favorisieren dabei die Idee vom „grünen Gas“. Dabei geht es um Wasserstoff, der durch Strom erzeugt wird. Und zwar durch den Strom, der zu viel ist, der übrig bleibt – wenn der Wind wie im Falle „Herwart“ besonders stark weht oder die Sonne ungewöhnlich lange und intensiv scheint.

Der durch überschüssige Energie erzeugte Wasserstoff wird in die Rohrnetze geleitet und verdrängt dort das fossile Gas. „Der Vorteil dieser Idee ist, dass das großflächige und weitverzweigte Gasnetz gleichzeitig ein riesiger Speicher ist, der die überschüssige Energie ideal aufnehmen kann“, erklärt Speicher-Fachmann Struck. Diese Methode hätte zudem den Vorteil, dass auch der Stromtransport über teure Trassen oder überlastete Netze unnötig wäre. Der Strom wird gleich dort, wo es zu viel davon gibt, in Gas umgewandelt und muss nicht erst über die Stromnetze transportiert werden.

Politik blockiert Idee vom „grünen Gas“

Und auch umgekehrt funktioniert dieses Prinzip. Denn droht eine sogenannte Dunkelflaute, also ein Zeitraum, in dem weder die Sonne scheint noch der Wind weht, lässt sich aus dem Gas durch CO2-freies Verbrennen wieder Strom machen. Sogar das Grundlast-Problem scheint gelöst. Gibt es doch mal zu wenig grünes Gas, wird das konventionelle Pendant aus Russland genutzt.

Bislang scheitert der Durchbruch der „Grünes Gas“-Technologie allerdings an der fehlenden Unterstützung des Gesetzgebers. „Solange überschüssiger Strom vom Staat auch noch ‚belohnt‘ wird, fortschrittliche Methoden jedoch nicht, gibt es keinen Grund, neue Technologien ausgiebig zu erproben“, erklärt Speicher-Experte Struck.

Vielleicht aber bewirkt schon „Herwart“ ein Umdenken. Es wird Zeit, diesen gravierenden Konstruktionsfehler der Energiewende zu beheben.

Der Strom aus Windindustrieanlagen hat aber nicht nur Einfluss auf den Börsenstrompreis sondern auch auf die Netzsicherheit und verursacht auch hier immense Kosten. Um das Netz stabil zu halten müssen Windkrafträder abgeschaltet werden. Betreiber bekommen dafür Ausgleichszahlungen.

Bild-Zeitung vom 27.10.2017:

Die Betreiber der Leerlauf-Räder erhalten garantierte Entschädigungen für entgangene Einnahmen: 643 Mio. Euro im Jahr 2016, mehr als doppelt so viel wie 2015 (315 Mio. Euro).

Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Kartellamt, aus dem die FAZ gestern als Erste zitierte. Und das zahlen alle Stromkunden!

Die Kosten werden über die Netzentgelte (insgesamt rund 18 Mrd. Euro) auf alle Verbraucher umgelegt. Macht fast 280 Euro/Jahr für eine vierköpfige Familie – Tendenz weiter steigend. Mittlerweile machen Steuern und Abgaben vier Fünftel des Strompreises in Deutschland aus – der deshalb zu den teuersten in Europa zählt.

Strompreise in Europa
Weitere Belege der Fehlentwicklungen durch die Politik im Bereich der Windenergie und des Klimawandels:

Deutschland verliert die Kontrolle über den Strompreis – die Welt vom 08.10.2017

Die Beratungsgesellschaft McKinsey misst seit nunmehr fünf Jahren in halbjährlichen Rhythmus die Fortschritte der Energiewende anhand von 15 quantifizierbaren Kriterien und kommt zu einer deutlichen Erkenntnis:

„neun der von der Bundesregierung formulierten Ziele werden nach derzeitigem Stand nicht erreicht“

Dazu gehört auch das Versprechen, die Industriestrompreise bei 8,5 Cent pro Kilowattstunde zu stabilisieren. Heute liegt der Wert bei 13,4 Cent. Obwohl sich damit in den vergangenen Monaten schon eine Verbesserung ergeben hat, liegt die Zielerreichung immer noch bei nur 42 Prozent und ist in der McKinsey-Bewertung damit „unrealistisch“. Zugleich hätten sich die Kosten für netzstabilisierende Eingriffe seit 2014 auf nunmehr 7,34 Euro pro Megawattstunde verdoppelt.

Ebenso unerreichbar gilt demnach das zentrale Energiewende-Ziel, den CO2-Ausstoß Deutschlands bis 2020 auf 750 Millionen Tonnen zu senken: Der Wert stagniert seit der letzten Indexberechnung bei 916 Millionen Tonnen. Die Senkung des deutschen Primärenergie- und Stromverbrauchs sind ebenfalls politisch gesetzte Ziele, die innerhalb der vorgegebenen Frist als unerreichbar gelten müssen.

Auch bei den Planzahlen zum Ausbau der Stromnetze liefert die Politik nicht. Erstmals hat McKinsey die Bauprojekte nach dem sogenannten EnLAG als auch nach dem Bundesbedarfsplangesetz in den Index aufgenommen. Demnach müssen bis 2020 rund 3582 Kilometer Stromleitungen gebaut werden. Da bis dato erst 816 Kilometer errichtet wurden, geht McKinsey nicht von einer Zielerfüllung aus.

Mehr Arbeitsplätze durch die Energiewende

Immerhin werden fünf Versprechen der Bundesregierung laut Index-Bericht realistischerweise erfüllt werden: Dazu gehören stabile oder wachsende Arbeitsplatzzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien und in der Industrie. Die bislang geringen Stromausfälle und die weiterhin hohe „gesicherte Reservemarge“ im Kraftwerkspark lassen erwarten, dass die Zusage einer hohen Versorgungssicherheit mit Strom ebenfalls erfüllt wird.

Als gänzlich neuen Indikator nahm McKinsey die Stromproduktion erneuerbarer Energien in die Berechnungen auf. Erstmals wird also nicht die theoretisch abrufbare Leistung, sondern die tatsächlich produzierte Arbeit betrachtet. Da das im Jahre 2010 ausgegebene Ziel eines Ökostrom-Anteils von 35 Prozent bereits heute erreicht ist, fällt die Kenngröße mit einem aktuellen Zielerreichungswert von 143 Prozent in die Kategorie „realistisch“.

Als indirekte Folge des Weltklimavertrags von Paris wich McKinsey bei der aktuellen Analyse erstmals von der bisherigen Methode ab, nur zahlenmäßig erfassbare Größen der Energiewende zu betrachten. Denn in Paris hatte die Bundesregierung die weitgehende „Dekarbonisierung“ Deutschlands auch im Bereich Verkehr und Heizungswärme zugesagt. Feste Kenngrößen liegen hierfür aber kaum vor, sodass McKinsey dazu keine quantitativen, sondern nur qualitative Aussagen macht.

Andere Staaten leben bei E-Mobilität vor

So blieben etwa die Fortschritte im Bereich E-Auto-Quote „überschaubar“, urteilt McKinsey: „Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen lag 2016 immer noch unterhalb von ein Prozent, während Nachbarstaaten wie Frankreich, Österreich oder die skandinavischen Ländern hier bereits deutlich weiter sind.“

Auch bei der „Wärmewende“ erreiche Deutschland die gesteckten Teilziele nicht. Zwar seien im Neubau sichtbare Fortschritte hin zu klimaneutralen Gebäuden zu verzeichnen. Doch die Sanierung im Bestandsbau komme nur schleppend voran. „Selbst die bereits relativ niedrig angesetzte Sanierungsquote von zwei Prozent gilt als noch nicht erreicht“, stellt McKinsey fest. Genaue Bestimmungen seien allerdings schwierig, da es keine öffentlich verfügbaren Daten zum energetischen Status quo des Gebäudebestands gebe.

Die kommende Bundesregierung müsse „zeitnah einen neuen, umfassenden Kompass für die Energiewende entwickeln“, fordert das Autorenteam des Energiewende-Indizes: „Mit einer bloßen Fortsetzung der bisherigen ,Fahrt auf Sicht‘ wird Deutschland der anstehenden Aufgabe nicht gerecht.“ Allen Akteuren fehle es an Planungssicherheit, um rechtzeitig die richtigen Schritte einzuleiten, mahnt McKinsey: „Die Folgen sind unnötig hohe Kosten für Stromverbraucher und Steuerzahler auf der ökonomischen Seite und das Verfehlen unserer Klimaschutzziele auf der ökologischen.“

Findet eine Energiewende statt?

Aus einem Beitrag in der Tagesschau 20:00 Uhr vom 11.10.2017 geht hervor, dass Deutschland seine Klimaziele wohl kaum noch erreichen kann und das trotz des massiven Ausbaus der Windindustrie. Es stellt sich somit die Frage ob tatsächlich eine Energiewende stattfindet?!

Diese Frage hat sich auch das Physikalische Institut der Universität Heidelberg gestellt und hat dazu ganz aktuell einen wissenschaftlichen Artikel vom 11.10.2017 veröffentlicht. Auf Basis dieses Artikels habe ich folgendes zusammen getragen:

Um die Frage zu beantworten, ob eine Energiewende stattfindet, muss zunächst unterschieden werden in Stromerzeugung und Energieerzeugung bzw. Verbrauch. Betrachten wir nur die Stromerzeugung, so findet man schnell heraus, dass der Anteil der erneuerbaren Energie in den letzten Jahren stark gestiegen ist:

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Wenn nun der Anteil des Stroms aus Windenegie stark gestiegen ist, fragt man sich als nächstes wie sich die CO2-Emissionen in den letzten Jahren entwickelt haben:

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Diese Graphik macht deutlich, dass sich die CO2-Emissionen nicht merklich verringert haben, sondern sich auf einem konstanten Niveau eingefunden haben.

Einfluss auf diese Werte hat nicht nur die Erzeugungsseite sondern auch die Verbrauchsseite. Somit haben gesellschaftliche Umschwünge, Naturkatastrophen aber auch Konjunkturzyklen der Wirtschaft massiven Einfluss auf die Treibhausgasemissionen.

Als nächstes fragt man sich nun welche Einflüsse neben der Stromerzeugung noch auf die Emissionen einwirken:

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Die Energiewirtschaft hat den größten Einfluss auf die CO2-Emissionen aber andere Verursacher dürfen nicht vernachlässigt werden. Wichtig zu wissen ist, dass Energie nicht nur Strom bedeutet, sondern auch Gas, Wärme und Verkehr.

Ist der Anteil der Windkraft am Strom Mix noch relativ hoch, so ist er bei der gesamt  Betrachtung vom Energieverbrauch marginal.

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Der Anteil der Windenergie am Energieverbrauch ist mit 1,5 % fast vernachlässigbar und hat kaum Einfluss auf die CO2-Emissionen. Bedenkt man, wie massiv in den letzten Jahren unsere Kulturlandschaft und Natur beschnitten wurde und wieviel Subventionen und Investitionen in die Windenergie geflossen sind, so muss jedem deutlich werden, dass die Ressourcen in anderen Bereichen weitaus größeren Einfluss auf die CO2-Emissionen haben und damit auch auf das Klima. Mit anderen Worten: Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Wird im Verkehrssektor beispielsweise 12% weniger Kraftstoff verbraucht, so spart dies mehr Energie ein, als alle bestehenden Windkraftanlagen derzeit produzieren.

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Windpark Wehneberg macht weiter Verlust – HNA vom 22. Oktober 2017

Aus dem unten stehendem Zeitungsartikel der HNA vom 21./22. Oktober 2017 ist zu entnehmen, dass Windindustrieanlagen in unserer Region nicht wirtschaftlich arbeiten. Dies macht deutlich, dass Windindustrieanlagen in unseren nordhessischen Wäldern nicht nachhaltig sind.

HNA Wehneberg Verluste-2017-10

Vergleicht man den Wehneberg auf den Windpotentialkarten mit den Vorrangflächen im nördlichen Kreis Bad Hersfeld Rotenburg oder mit den Windpotentialkarten des südlichen Schwalm-Eder Kreises, so wird deutlich, dass auch hier nicht genügend Wind weht. Hier sind so manche Vorrangflächen (z.B. die Katzenstirn HR 11) weitaus schwieriger zu erschließen und die Waldgebiete noch größer. Somit ist der Bau und das Betreiben von Industrieanlagen ökonomischer (Kosten für Planung, Straßen und Wegebau, Leitungsbau etc.) als auch ökologischer (Zerstörung des Lebensraums Wald) Unsinn.
Ist der Bau der Anlagen durch den sogenannten Projektierer noch von wirtschaftlichem Interesse, so ist aber vor allem das Betreiben der Anlagen ein defizitäres Unterfangen und so manche Investoren wie z.B. Stadtwerke müssen die Verluste abschreiben. Ein Netto-Wohlfahrtsgewinn für unsere Volkswirtschaft kann mit einer subventionsaufgeladenen Branche wie der Windkraftindustrie nicht erzielt werden.

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Artikel als pdf zum herunterladen: HNA Ausschnitt_Seite_1_21.10.17

Über uns

Die Initiative WALD vor WINDKRAFT ist ein überparteiliches Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern in der Region Nordhessen, mit generationsübergreifendem Verantwortungsbewusstsein.

Wir setzten uns ein, für eine nachhaltige Energiepolitik und Energiewende, die umweltbezogene, wirtschaftliche und soziale/gesellschaftliche Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt im Fokus behält.

Wir sind generell gegen den Bau und Betrieb von Windindustrieanlagen in Wäldern und in schützenswerten, ländlichen und naturnahen Umgebungen, da sie dem Nachhaltigkeitsgedanken nicht genug Rechnung tragen.

Nachhaltigkeit

Unsere Ziele:

  • Ziel unserer Bürgerinitiative „Wald vor Windkraft“ ist die dauerhafte und umfassende Erhaltung und der Schutz des Lebensraumes „Wald“ für Mensch, Tier und Pflanzen
  • Aufklärung der Bürger durch mangelnde und einseitige Informationspolitik
  • Verhinderung der Genehmigung des Baus von Windindustrieanlagen in Waldflächen in den Landkreisen Schwalm-Eder-Kreis und Bad Hersfeld-Rotenburg

Konkret handelt es sich dabei um folgende Vorrangflächen in den Gemeinden:

Spangenberg, Morschen und Alheim

  • HR 11 „Katzenstirn“ Morschen, Spangenberg
  • HR 09 „Wildsberg“ Malsfeld, Melsungen, Morschen, Spangenberg OT: Beiseförth, Adelshausen, Heina, Bergheim, Mörshausen, Eubach
  • HR 15 „Bornbergskopf“ Morschen OT: Wichte
  • HR 16 „Großer Steinkopf“ Morschen OT: Wichte
  • HR 18 „Steinkopf“ Knüllwald-Rengshausen, Licherode
  • HR 20 „Schilling“ Knüllwald-Rengshausen, Licherode
  • HEF 03 „Eichkopf“ Alheim, Rotenburg OT: Obergude, Rotenburg, Seifertshausen
  • HEF 11 „Rehkopf“ Alheim, Ludwigsau OT: Licherode, Ersrode